Jahresausflug 2011 der Mittwochs-Turnerinnen 24./25.9.2011
Aha, es geht zu Fuß Rund um den Schluchsee.............!
Für unsere diesjährige Wandertour hatten wir sozusagen im Vorfeld doppelte Bonuspunkte für schönes Wetter gesammelt- erstens waren wir ja im letzten Jahr genug im Regen gewandert und zweitens war zur gleichen Zeit der Papst zu Besuch in Freiburg, da war also von Petrus persönlich sonniges Wandern angeordnet!
Unsere beiden Bahnbeamtinnen Ulla und Uschi verrieten uns dann im Zug, dass unser Ziel Schluchsee hieß - AHA !!! Diese Nachricht begossen wir erst einmal mit einem Spezialgetränk aus Sekt, Holundersaft und Minzeblatt - dem so genannten Hugo, spendiert von Angelika und Ingrid.
Der Papstbesuch sorgte dann auch dafür, dass die Bahnverbindungen nicht wie sonst funktionierten, so dass wir ab Titisee auf den Bus umsteigen mussten.
Direkt in Schluchsee luden wir im Landgasthof Schwörer erst einmal unser Gepäck ab. Dann ging's gleich wieder mit dem Bus nach Seebrugg - unserem Ausgangspunkt für die Wanderung. Die kurze Stippvisite in einem Lädele für Hölzernes aller Art direkt neben unserem Hotel sollte den Inhaber am nächsten Tag noch sehr beschäftigen....
Von Seebrugg aus ging es den wunderschönen Wanderweg rund um den Schluchsee entlang in Richtung Unterkrummenhof. Damit es sich aber auch gut läuft, musste zuerst "geschmiert" werden...in alter Tradition mit einem "Schluchseewässerle". Es ähnelte jedoch eher dem Johannisbeerschnaps von Uschis Schwiegermutter als dem Wasser im See...
Und auch unterwegs gab es immer wieder Kaloriennachschub in Form von Pralinen aller Art. Scheinbar hatte fast jeder etwas im Rucksack dabei...
Eine geplante Abkürzung am Wasser entlang suchten unsere Wanderleiterinnen vergeblich - der See war seit der Erstbegehung wohl erheblich voller geworden! Am Unterkrummenhof angekommen, suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und Ulla nutzte die Pause, um uns mit einer Runde Sekt zu verwöhnen! Natürlich lockte viele auch das leckere Vesperangebot. Wandern und Essen machen aber müde und so lagen einige von uns ganz schnell in den nebenan aufgestellten Liegestühlen in der Sonne. Da konnte man glatt die Zeit und den weiteren Abmarsch verschlafen!
Weiter ging's um den See bis zu einer kleinen Liegewiese. Wir stärkten uns mit gesundem! Ingwerlikör und einige Mutige testeten die Wassertemperatur des Sees. Bis nach Aha war es nicht mehr weit. Die Gruppe teilte sich in Wanderer und Busfahrer. Erstere gingen den wunderschönen Uferweg bis nach Schluchsee, die anderen sicherten sich schon mal ein Hotelzimmer. Hier war die Verteilung leider etwas ergonomisch ungünstig, die größten Personen hatten in diesem ehemaligen Schwarzwaldhaus die niedrigsten Zimmer, während es ein Stockwerk höher genau umgekehrt war.
Der gemütliche Teil des Abends begann mit sehr leckerem Essen, es war für jeden etwas dabei. Mit ausreichend Beleuchtung wurde im Gastraum zwar etwas gespart, aber selbst ist die Frau - wir schlossen eine weitere Leuchte kurzerhand selbst an! Die Wartezeit zwischen den einzelnen Gängen überbrückte Ulla in gewohnter Art mit kulturellen Einlagen. Zunächst mussten wir an einer Wissensdrehscheibe beweisen, dass wir ihren Ausführungen über die Schluchseegeschichte tagsüber gut gelauscht hatten. Das klappte ganz gut. Später ging's zum Basteln - das Schluchsee-Ausflugsschiff Nikolaus musste gebaut werden, die Technik des Faltens musste manch einer sehr tief wieder ausgraben. Aber es gelang schließlich allen. Zur Belohnung für den erfolgreichen Schiffbau gab es ein liebevoll gestaltetes Seesäckchen mit einem Badezusatz für den heimischen Badewannenseegebrauch.
Das war aber noch nicht alles, es folgten die Belohnungen für die guten Geister. Uschi als Tourmanager bekam den Schluchsee-Buddeleimer, Heidi für die Erhaltung unserer Fitness ein großes Schluchseeschiff und die Autorin des Berichtes eine Flasche Wein, damit die Buchstaben lockerer fließen.
Am nächsten Morgen berieten wir beim Frühstück den weiteren Tourverlauf und entschieden uns für den Fußweg nach Aha zurück. Zuvor besuchten wir aber noch schnell ins Holzlädele nebenan, dessen Inhaber nach unserer Ankündigung am Tag vorher, dass wir wiederkommen, sogar seine Öffnungszeiten vorverlegt hatte. War es im letzten Jahr die Schokolade, kehrten nicht wenige von uns in diesem Jahr mit Holzskulpturen jeder Art und Größe heim.
Wir entdeckten unterwegs eine wunderschöne Stelle zum Rasten und genossen die Ruhe und den See.
Der Bus brachte uns dann nach Titisee - zurück ins pralle Leben. Menschenmassen im Ort und zurückkehrende Pabstbesucher veranlassten uns, den Aufenthalt gleich am Bahnhof mit einem Kaffee zu überbrücken. Die Rückfahrt mit dem Zug verlief diesmal ohne Unplanmäßigkeiten und so konnten wir schon recht früh im Staatsbahnhof den Ausflug mit einem Abschlussessen beenden.
Danke an Ulla und Uschi für die wunderbare Organisation, wir freuen uns wie immer schon aufs nächste Jahr!
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